Diskriminierung und Ausgrenzung sind in unserer Gesellschaft alltäglich. Verdeckt findet sich dies auch in der Gender und Class-Frage. Offensichtlich zeigt sich dies durch die Zuwanderung momentan in der Race-Frage. Wie können wir sie erkennen und sichtbar machen und überwinden? Bei unserer Betrachtung wollen wir auch nicht vor unseren eigenen Strukturen haltmachen und wir wagen einen gemeinsamen Versuch mit (allen!) Betroffenen.

10:45 Uhr Workshop
20:30 Uhr Filmvorführung und Dialog zum Filmprojekt mit Regisseur und Autor Oliver Sachs

10:45 Uhr Workshop – Ausgrenzung durch Geschwindigkeit – zum Teilnehmerforum

In profitorientierten Wirtschaftssystemen wird Erfolg vor allem in der Geschwindigkeit von Wachstum gemessen. So entsteht ein gesellschaftliches Milieu, in dem wir dazu neigen, der Geschwindigkeit allen anderen Werte unterzuordnen. Auch in der Gesprächskultur der modernen industriegesellschaft weicht der Dialog durch Zeit- und Konkurrenzdruck einer Diskussions- und Debattenkultur. Mit der Ausgrenzung von Langsamkeit verlieren wir jedoch Besonnenheit und Weisheit innerhalb unserer Entscheidungen.
Nur wenige Erzählungen machen diesen Zusammenhang so greifbar wie das Buch MOMO. Michael Endes sanfte Heldin und ihre besondere Fähigkeit mit ganzer Aufmerksamkeit absichtslos und urteilsfrei zuzuhören begleitet uns in diesem Workshop auf einer Reise zu den grauen Herren innerhalb und außerhalb von uns selbst. Wir ergründen mit Momo und ihren Freunden strukturelle Ursachen für das Verschwinden unserer Zeit, betrachten den Einfluss von Zeitdruck auf unsere zwischenmenschliche Verhaltensweise und richten den Blick dabei besonders aufmerksam auf unsere Dialoggewohnheiten. Erfahrungen aus dem Bereich des tiefen Zuhörens ermöglichen uns eine veränderte Zeitwahrnehmung und das Erlebnis, dass aufmerksames Zuhören ein für alle Seiten wertvoller erster Schritt in eine Gesellschaft frei von Ausgrenzung ist.

20:30 Uhr Filmforführung und Dialog zum Filmprojekt