• Dieses Thema hat 5 Antworten und 2 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 3 Jahre, 11 Monaten von Patric F.C. Meier.
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    • #21793

      Oliver Sachs

      Verwalter

      Liebe Teilnehmer*innen des vergangenen Momo-GFK-CI-Workshops in Augsburg,

      für die kommenden Workshops hilft es uns sehr, wenn Ihr hier noch einmal ausführlicher, als es in der Abschlussrunde möglich war, spontane Gedanken, Kritik und Anregungen teilt, oder auch von Nachwirkungem erzählt.
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    • #21808

      Blanca Pohl

      Gast

      Liebe Heike, Lieber Andreas und Oliver,

      ganz großen Hut ab vor diesem mutigen Format und Eurer super engagierten Umsetzung.

      Momo liefert ja DIE Vorlage für ein Innehalten und Nachdenken zum Thema Geld, Zeit, Kommunikation. Anfangs war mir nicht ganz klar, warum “in Bewegung” in der Überschrift der Veranstaltung steht, darum habe ich Heikes Workshop besucht. Was ganz schnell klar wurde: Wir sind frei, es gibt kein “richtig oder falsch” wenn wir in Bewegung und Begegnung mit Menschen kommen wollen. Auch wenn Geld (oder die Zeit, die ja vermeintlich auch messbar ist) = Zahlen, Fakten, Prozent die häufig stärkeren Argumente scheinen. Am Ende macht die Freude am Spiel und an dem Entdecken unser leben reich. Ganz wie Einstein sagte: Nicht alles was zählt ist zählbar.

      Vielleicht ist an der ein oder anderen Stelle der drei Tage ein “Weniger” mehr – ich denke da an die Bewegungsübungen am Anfang und zwischendrin oder an die strenge Zeit-Taktung beim Kleingruppen-Austausch am Samstag Nachmittag. Auch ein ineinander-Weben der drei Workshops wäre interessant – wenn auch für mich auf den ersten Blick nicht einfach umsetzbar.

      Summasumarum: Danke und bitte die Botschaft von MOMO unbedingt weiter tragen!!

    • #21812

      Thomas Jörder

      Gast

      Hallöchen miteinander,
      auf Anregung von Oliver stelle ich mein Mail an ihn hier einfach mal für alle ein. Es war ein KLASSE Wochenende!

      Hallo Oliver,

      das war ein echt starkes Wochenende, nochmal vielen Dank dafür an Euch Drei!

      Wie sind Deine Nachwirkungen? Oder arbeitet es noch in Dir?

      Ich glaube, da waren einige doch sehr bewegt von den Themen, die in der unterschiedlichen Gruppen hochgekommen sind. Für mich waren das wirklich drei tolle Tage mit vielen Anknüpfungspunkten.

      Ich hatte das gestern in meiner Gruppe Open Space schonmal kurz gesagt, aber vielleicht wäre es ja auch etwas für Euer Abschlussmail: es kam ja zwischendurch auch mal die Frage hoch, was man denn als Einzelner gegen dieses übermächtige Geld- und Finanzsystem tun kann. Genau aus diesem Grund habe ich auf meiner Seite den Unterstützer-Zähler eingebaut. Jeder einzelne, der sich hier einträgt, vergrößert den Zählerstand und erreicht dadurch Folgendes:

      1. Diejenigen, die vielleicht verzweifelt auf die Seite kommen, fühlen sich nicht mehr ganz so allein. Gut, bei einem Zählerstand von 22 ist der Effekt vielleicht noch nicht ganz so gravierend, aber wenn da mal 22.000 oder 220.000 Unterstützer drauf stehen, sieht das schon wieder anders aus. Und sich eintragen und weitersagen kann ja jeder 😉
      2. Je größer die Zahl, desto interessanter wird es auch für meine Berater-Kollegen, sich mal intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Und diese hätten ja über ihre Kunden wiederum einen Multiplikatoreneffekt und so kann man dadurch glaube ich eine ganz gute Verbreitung des Gedankens erreichen.

      Wenn Ihr also ein Abschlussmail schreibt, könntet Ihr das ja anbieten und den Link mitschicken: http://www.besseres-geldsystem.de/unterstuetzer/. Vor dem Unterstützen kann man sich da natürlich auch zunächst mal einlesen.

      Danke Dir schonmal im Voraus – und melde Dich doch einfach bei mir, wenn Du den Workshop so weit verarbeitet hast, wie das mit unserem Projekt weiter gehen könnte.

      Ich danke Dir und viele liebe Grüße auch an Heike und Andreas

      Thomas

    • #21814

      Holger Kreft

      Gast

      Hallo ihr Lieben,
      aus einem Abstand von einer Woche möchte ich auch noch ein paar Gedanken hier einbringen. Mir hat das Wochenende in mehrfacher Hinsicht sehr gut getan. Ich kam mit Druck aus meinem Alltagstrubel in Augsburg an und habe etwas Zeit dafür gebraucht, diesen Druck abzubauen. So richtig gewirkt hat es dann noch ein bis zwei Tage danach – was ich aber schon von mir kenne.

      Ich vermute, das Seminar war durch die Kombination eurer Angebote eine Art Pioniertat – auch wenn ich natürlich nicht weiß, was noch so alles auf diesem Gebiet auf der Welt passiert.
      Beispiel gebend war für mich die “Rettung” des Reflexionsworkshops am Sonntag Vormittag durch die Kreiskommunikation mit Redestab, die Oliver vorschlug. Ich nehme mir jetzt noch einmal fester vor, in ähnlichen, schwierigen Kommunikationssituationen anzuregen, diese Form zu nutzen, um einen echten Austausch unter den Teilnehmenden zu erleichtern.
      Die Bewegungsübungen habe ich sehr genossen. Sie haben mir geholfen, mich an dem Wochenende selbst zu erden.

      Als Freund guter, einfacher, gemeinsamer Mahlzeiten fände ich es schön, wenn solche bei einem weiteren Seminar zu ganz üblichen Zeiten in den Ablauf fest integriert würden.
      Leider konnte ich aus zeitlichen Gründen bzw. aufgrund anderer Prioritäten nicht an dem Workshop teilnehmen, in dem TeilnehmerInnen die eigenen Geschichten und persönlichen Bezüge zum Geld darstellen konnten. Deshalb weiß ich nicht, wie gut das lief. Ich bin dafür, dieses in einem weiteren ähnlichen Seminar wieder zu ermöglichen, um weitere Schritte zu gehen, um ggf. persönliche Blockaden aufzulösen. Ich meine, es ist wichtig, die Beziehungen zwischen den eigenen Erfahrungen und der Konstruktion und der Entwicklung des Gesamtsystems auszuloten.

      Das Ineinandergreifen eurer Angebote wünsche (auch) ich mir noch intensiver. Mich selbst beschäftigt dabei die Frage sehr, wie wir die tiefen inhaltlichen Verbindungen zwischen GfK, Kontakt-Improvisation und Geldsystem noch mehr herausstellen können.

      Ich arbeite weiter daran, eine Gelegenheit zu schaffen, dass ihr ein ähnliches Wochenendseminar in Wuppertal anbieten könnt. Deswegen bin ich bereits im Gespräch mit Andreas Bangemann. Auch Alternativen zur Silvio-Gesell-Tagungsstätte sondiere ich.

      anke für das Wochenende und für euer großes Engagement!

    • #21816

      Oliver Sachs

      Verwalter

      Lieber Blanka, lieber Holger, lieber Thomas,

      danke für Euer Feedback, das in jeder Hinsicht sehr hilfreich und für mich sehr stimmig ist.
      All diese Themen (ja genau die, die Ihr erwähnt) arbeiten seit einer Woche intensiv in mir.

      Aufgrund der Erlebnisse des letzten Wochenendes entsteht für mich gerade eine neue Ideen, wie die Angebote mit ihren Begegnungsformen ineinandergreifen können. In dieser Vision der Weiterentwicklung kann die Langsamkeit, der empathische Austausch und das tiefe Zuhören, wie Michael Ende es durch seine Geschichte Momo vorschlägt, viel stärker im Mittelpunkt des Workshops stehen. Das Thema Geld(-system) wird dann statt durch einen Vortrag, aus eigener Perspektive intuitiver erfahren werden, ohne das jemand erklärend vorne steht. Das hatte ich auch diesmal schon so gedacht, brauchte aber noch die Erfahrung um zu verstehen, wie das gehen könnte.

      Ich freue mich auf diese Weiterentwicklung und auf die nächse Gelegenheit das Gelernte umzusetzen und in seiner Weiterentwicklung zu erfahren.

      Danke Euch herzlich, Eurer Feedback macht großen Mut weiterzuentwickeln,
      LG, Oliver

    • #21818

      Patric F.C. Meier

      Gast

      Hallo zusammen, ich möchte Euch auch gerne noch ein Feedback geben: Vielleicht wäre es gut beim nächsten Mal, das hoffentlich bald sein wird, den Begegnungen und den Redekreisen mehr Raum zu geben. Ich habe bemerkt, daß unserer Gruppe am Sonntag Vormittag das ruhige Teilen von Geschichten sehr gut getan hat. Es ging dabei um die persönlichen Erfahrungen mit Geld, Macht und Sex. Wir hatten uns ein paar Minuten Zeit gegeben, um die eigenen Gedanken zu sammeln und aufzuschreiben. Danach hat jeder den anderen von sich erzählt.
      Da ich heute morgen meine Notizen zufällig wieder in die Hände bekommen habe, will ich sie hier einfach nochmals niederschreiben. Auch auf die Gefahr, daß sie in dieser Kürze nicht wirklich verstanden werden können. “Ich sage zu meiner Mutter: “Ich bin reich.” Es ist eine Mischubg aus Provokation und Geschichtsbewältigung. Ich will verschwenderisch sein und spüre täglich meine Begrenztheit. Ich spüre Neid gegenüber Menschen, die freier in Ihrer Zeit sind. Mehr Zeit für das schöne Leben – für sinnfreie / zweckfreie Dinge.”

      Herzliche Grüße, Patric

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