Eine partizipative Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen unserer ökonomischen Strukturen durch den Kult-Actionfilm The Matrix.

Mit Oliver Sachs (Regisseur 40 Jahre Momo – Ein Märchen wird erwachsen)

Der 1999 uraufgeführte Film The Matrix wird oft mit philosophischen Fragestellungen von Platon, Descartes, Foucault und anderen in Verbindung gebracht. Weil sich das Action-Genre bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen großer Beliebtheit erfreut, eignet sich der Film besonders, um die Aufmerksamkeit dieser Altersgruppe für soziale, ökologische und ökonomische Zusammenhänge zu gewinnen.

In diesem partizipativen Workshop erzeugen wir ein Bewusstsein für die Eigenschaften des aktuellen Geldwesens, ergründen konfliktfördernde und andere destruktive Wirkungen und betrachten verschiedene zwischenmenschliche und systemeische Lösungsansätze.

Ein 45-minütiges Szenen-Mosaik verbindet Schlüsselszenen des Filmes Matrix mit Ausschnitten aus dokumentarischen Medien mit verblüffender inhaltlicher und visueller Ähnlichkeit. Auf Grundlage dieses Mosaiks und weiterer Medien erarbeiten sich die Schüler*innen partizipativ die im Spielfilm verschlüsselten Metaphern und ethischen Fragen rund um die Themen Geld und Wirtschaft.

Welches Wertesystem definieren derzeitige ökonomische Rahmenbedingungen als Matrix für unser individuelles Handeln?
Können wir uns innerhalb der aktuell gegebenen „Matrix“ bewegen, ohne unsere Werte zu verraten?
Wie finden wir einen Umgang mit den „Mister Smiths“, innerhalb und außerhalb von uns selbst?
Wie könnten wir eine Matrix nach menschlichen Werten gestalten, welche Beispiele gibt es dafür bereits und auf welchem Weg könnten neue Systeme gesellschaftliche relevant werden?

Im Workshop bewegen wir uns zwischen Themen wie:

  • Geld und Geldschöpfung
  • Investment-Banking und Hochfrequenzhandel
  • Konkurrenz vs. Kooperation, Homo Oeconomicus, Survival of the ttest
  • Zeitdruck als gesellschaftliches Phänomen
  • Epidemic of loneliness – Entfremdung vom Selbst, von der Gesellschaft
  • und von der Natur
  • Gerechtigkeit, Freiheit, Kontrolle & Macht
  • Hierarchie und Bedrohung der Demokratie – Finanz-Lobbyismus,
  • Identität & Würde
  • Klimawandel, Artenvielfalt, Ökologie
  • Künstliche Intelligenz & Autonome Wa ensysteme
  • Systemische Lösungsansätze
    Welche “Matrix” wünschen wir uns, welche Matrix könnten wir erscha en? Bekannte Beispiele wie Vollgeld, Freigeld, komplementäre Geldsysteme, Blockchain Außergewöhnliche Beispiele wie auf Muße oder saubere Luft programmiertes Geld.
  • Zwischenmenschliche Lösungsansätze
    Achtsame Kommunikationsmethoden, Kollektive Weisheit, wiederverbindende Begegnungsräume

 

Der Matrix-Workshop vermittelt

  • ein intuitives Verständnis der Ursachen gesellschaftlicher Beschleunigung und wachsenden Zeitdrucks, sowie ein Verständnis der damit verbundenen gesellschaftlichen Entfremdung.
  • ein intuitives Verständnis der strukturellen Gewalt derzeitiger ökonomischer Systeme und deren Einfluss auf menschliches Handeln.
  • ein grundlegendes und intuitives Verständnis der Ursachen destruktiven Wirtschaftswachstums und der daraus hervorgehenden Ausbeutung von menschlichen und natürlichen Ressourcen.

 

Schülerfeedback:

»Ich fand den gesamten Aufbau des Workshops sehr Interessant. Gerade die Parallele zu Matrix lässt einen genauer hinhören, um zu verstehen was wirklich damit gemeint ist. Was ich am besten fand, war das Filmmaterial, das wir im Workshop gesehen haben. Der Film mit den fließenden Übergängen von dokumentierter Realität zu dem Film “The Matrix”, war etwas das einfach hängen blieb.
Der Abschluss bewirkt meiner Meinung nach in gewisser weise Hoffnung, aber auch die Aufforderung, umzudenken. „…we could create a system that does not have losers”.
Ich war positiv überrascht über den Workshop! Die Art und Weise des gesamten Aufbaus und auch des Inhalts, zog den Teilnehmer in die Verantwortung auch selber über die Themen nachzudenken, die präsentiert wurden.«