Eine partizipative Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Auswirkungen unserer ökonomischen Strukturen durch Michael Endes Erzählung Momo.

Mit Oliver Sachs (Regisseur 40 Jahre Momo – Ein Märchen wird erwachsen)

Momo

Michael Endes sanfte Heldin Momo und ihre besondere Fähigkeit mit ganzer Aufmerksamkeit zuzuhören begleitet uns auf dieser Workshop-Reise zu den grauen Herren, innerhalb und außerhalb von uns selbst. Die Grundlage dieser Reise bildet der 30-minütige Film 40 Jahre Momo – Ein Märchen wird erwachsen (von Oliver Sachs und Hanni Welter).
Neben Michael Endes Erzählung eröffnen fiktionale und dokumentarische Medien, spielerische Elemente und persönliche Erzählungen Einsichten über strukturelle Ursachen für gesellschaftliche Beschleunigung, zwischenmenschliche Entfremdung und daraus entstehende Konflikte.
 Erfahrungsräume aus dem Bereich der achtsamen Kommunikation erschließen zugleich anwendbare Ansätze, um dieser Entfremdung im Alltag mit erhöhter Kommunikations-, Kooperations- und Friedenskompetenz zu begegnen.

 

 

Der Workshop 40 Jahre Momo – vermittelt

  • ein grundlegendes und intuitives Verständnis der Ursachen destruktiven Wirtschaftswachstums und der daraus hervorgehenden Ausbeutung von menschlichen und natürlichen Ressourcen.
  • ein grundlegendes Verständnis der Ursachen gesellschaftlicher Beschleunigung und wachsenden Zeitdrucks, sowie ein Verständnis der damit verbundenen gesellschaftlichen Entfremdung.
  • eine erhöhte Kompetenz im Umgang mit zwischenmenschlichen Konflikten und Ansätze für einen Umgang mit Zeitdruck.

 

Feedback einer Teilnehmerin (des mehrtägigen Workshops)

»Nach ein paar Tagen bzw. Wochen, die seit dem Seminar vergangen sind, merke ich, wie sehr mich das Thema noch immer umtreibt und nachdenklich macht. In vielen Gesprächen, die ich seitdem geführt habe, konnte ich mein neues Wissen, sozusagen meine neue „Brille“, mit der ich die Welt betrachte, einbringen. Zu fast jedem Thema konnte ich eine Verbindung zum Finanzsystem herstellen. Gleichzeitig merke ich immer stärker, dass die Verbindung zur Natur und natürlichen Zyklen fundamental ist und somit das bestehende System umso absurder! Im Laufe des Seminars hat mir die Gewaltfreie Kommunikation immer wieder dabei geholfen, trotz aller Absurdität und allem Wahnsinn, zu sehen, was hinter meiner Wut, Empörung und Hilflosigkeit steht und somit auf dem Boden zu bleiben. Außerdem hat mir die Kombination aus beiden Themen besonders deutlich vor Augen geführt, wie letztendlich gewaltvoll unsere Gesellschaft zum großen Teil funktioniert (Wettbewerb und Leistung stehen über Partnerschaft und Kooperation), und wie wenig die Eigenschaften von Momo wertgeschätzt werden.«