Gemeinschaftsbildung nach M. Scott Peck (Wir-Prozess)

»Der Wechsel zur Gemeinschaft tritt oft sehr plötzlich und dramatisch ein. Die Veränderung ist deutlich zu spüren. Ein Geist des Friedens durchdrängt den ganzen Raum. Es herrscht mehr Schweigen, doch es wird Bedeutungsvolleres gesagt. Es ist wie Musik. Die Menschen arbeiten mit einem präzisen Zeitgefühl zusammen, so als seien sie ein fein eingestimmtes Orchester unter der Leitung eines unsichtbaren himmlischen Dirigenten. Viele spüren tatsächlich die Anwesenheit Gottes im Raum.
Handelt es sich um eine Gruppe vormaliger Fremder, die sich in einem öffentlichen Workshop versammelt haben, dann kann man eigentlich nichts weiter tun, als sich an diesem Geschenk zu freuen.
Handelt es sich aber um eine Organisation, dann ist die Gemeinschaft nun bereit, sich oft mit phänomenaler Leistungsfähigkeit und Effektivität an die Arbeit zu machen.«

(Morgan Scott Peck)

Prozessbegleitung

Der Gemeinschaftsbildungs-Prozess nach dem amerikanischen Psychologen Morgan Scott Peck ist ein zweieinhalb-tägiger Gruppenprozess.

Die Gemeinschaftsbildung ist eine Form der achtsamen, meditativen Kommunikation. Wie in der Meditation ist es die Leere, aus der zwischen den Teilnehmern das Neue entstehen darf. Es gibt es weder einen Lehrer oder Therapeuten noch unverrückbare Regeln oder Pflichten. Lediglich einige Empfehlungen betonen den Wert von Stille, Eigenverantwortlichkeit und emotionaler Anwesenheit in der Runde. Sie ermöglichen die Bewegung der Gruppe durch verschiedene Phasen der Kommunikation.
Das Ringen um Gemeinschaft, um Verantwortlichkeit und das Einreißen alter Mauern auf diesem Weg kann anstrengend, kraftraubend und manchmal sogar beängstigend oder schmerzhaft sein.
Ist die Gruppe aber in der Authentizität angekommen, dann verändert sich die Qualität der Begegnung und die Stimmung der Runde. Wir erleben uns in unserer Individualität, und verstehen diese zugleich als Voraussetzung für Verbundenheit in unserem gemeinsamen Wesenskern. Aus der Geborgenheit der authentischen Gemeinschaft wächst jetzt neuer Mut und die Kraft, Mauern einzureißen, die uns zuvor Sicherheit vorgetäuscht haben. Wir erleben die Geburt kollektiver Weisheit.
Die Freude über die Intensität der Begegnung entsteht aus der unerwarteten Erfüllung unseres Bedürfnisses nach Wärme, Nähe und Mitgefühl.

Es ist nicht notwendig, dass die Teilnehmer einer Gemeinschaftsbildung einander kennen oder gemeinsame Ziele verfolgen. Das Entstehen der authentischen Gemeinschaft selbst steht im Zentrum der Begegnung. Jedoch verschwinden mit den Mauern zugleich Reibungsverluste, die die Arbeit an gemeinsamen Zielen zuvor vielleicht behinderten. Hier wird der stärkende Aspekt von Kooperation und Vernetzung statt Konkurrenz und Einzelkämpfertum erlebbar. Jeder Teilnehmer trägt Führungs- und Leitungsqualitäten in sich und wird allein durch die intensive Anteilnahme am Prozess ein Teil der „Group of all leaders“.
Die Gemeinschaftsbildung führt so zu neuer Energie für die Umsetzung ihrer Ziele. Insofern ist sie besonders für Arbeitsgruppen und Teams interessant. Ebenso auch für Lebenspartnerschaften.

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