Philosophie unserer Seminare und Workshops

»Geld schafft eine Atmosphäre der Angst, gibt uns aber zugleich die Mittel, nicht an dieser Angst zu verenden. Diese Existenzängste entstehen aus mangelnden Beziehungen.
Wir erleben heute ein soziales Artensterben, das für unsere Spezies einmalig ist. So wie es eine Biozenose gibt, ein Artensterben in der Natur, spreche ich von einer Soziozenose, einer dramatischen Verringerung der menschlichen Beziehungen. In Geldbeziehungen gibt es zwar noch ein Band, es herrscht eine relative soziale Ordnung, und unsere Erwartungen werden meistens nicht enttäuscht,
doch dieses Band selbst ist enttäuschend, denn es rechnet uns den Preis unserer Einsamkeit vor.«

Aldo Haesler – Geldsoziologe

Prozess- und Projektbegleitung

Auf Basis der im Zitat oben benannten Angst schöpft unser aktuelles Wirtschaftssystem seine Kraft. Geld unterdrückt emotionale Kommunikation. Menschen sind bereit, gegen ihre Überzeugung zu handeln, um entweder finanzielle Enge zu überwinden, oder um soziale Anerkennung zu gewinnen. Werden wir für eine Tätigkeit bezahlt, dann unterdrücken wir unseren persönlichen Bedarf.

Wir haben verschiedene Strategien entwickelt, um dieser strukturellen Gewalt des Geldes zu begegnen. Nach Besitz und Macht zu Streben ist die agressive Art des Umgangs, während die Bereitschaft, das eigene Wesen zu unterdrücken und auf persönliche Anliegen zu verzichten die introvertierte Form ist. Oft sogar finden wir beide Strategien in Persönlichkeiten vereint.

Unser Geldsystem ist die systemische Manifestation von Hierarchie, Macht und Besitzanspruch. Seine Eigenschaften wiederum haben Einfluss auf unsere Wahrnehmung und unser Verhalten. Es hat sich über Generationen in gesellschaftlichen Strukturen, in unseren Herzen und in Verhaltensmustern eingeprägt und ist dabei zu einer Art kollektivem Geld-Trauma angewachsen. Diesem Trauma begegnen wir besonders auch bei dem Versuch, Projekte umzusetzen, die eine Heilung aus diesen Verletzungen erzeugen sollen. Meist schöpfen diese Projekte ihre Kraft aus der Leidenschaft der Teilnehmer also aus ehrenamtlicher Arbeit. Ohne Geldfluss aber müssen wir damit rechnen, dass in der Arbeitsgruppe über Generationen unterdrückte Konflikte an die Oberfläche kommen.
Um solche Projekte erfolgreich zu gestalten, benötigen wir Methoden, mit denen es möglich ist, dieser Traumatisierung zu begegnen und neue Formen der Zusammenarbeit auf der Basis kollektiver Kraft und Weisheit zu schaffen.

Um unsere Projekte aus dieser Verbundenheit heraus umzusetzen, kombinieren wir gemeinschaftsbildende mit projektgestaltenden Methoden.
Wir arbeiten mit der Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck, oft auch Wir-Prozess genannt, um den Raum zu bereiten, aus dem heraus wir auf der Projektebene aktiv werden.
Für die Gestaltung der Projekte selbst verwenden wir das Dragon Dreaming nach John Croft, eine Projektmanagement-Methode mit Wurzeln in der Kultur der Ureinwohner Australiens.
Besonders gute Erfahrungen haben wir damit beide Methoden zu kombinieren.
Erkenntnisse aus der Beschäftigung mit mit dem Einfluss von Geld auf Gemeinschaften sind ein wichtiger Bestandteil unserer Seminare und Workshops.

Für ausführliche Informationen über Seminare und Workshops setzt Euch bitte mit uns in Verbindung.
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