15.Dezember 2018 um 19:00 Uhr
Der Wunschpunsch-Salon im Schauspielhaus Zürich – Kammer

Ein Erlebnis-Mosaik zu Michael Ende und den Hintergründen seiner Erzählung Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch.

Zehn nach elf am Silvesterabend. Der Wunschpunsch, ein unheilbringendes Gemisch aus bösen Wünschen, ist kurz vor seiner Fertigstellung. Es bleibt wenig Zeit bis Mitternacht um dies zu verhindern und die Frage: was hat dieses Märchen mit unserem Wirtschaftssystem zu tun?
Michael Ende war als Kinderbuchautor berühmt, wurde als Philosoph verehrt und als Eskapist verachtet. Weil in seinen Märchen viel gesellschaftliche Realität mit brennenden ökonomischen Fragestellungen verwoben sind, lohnt sich ein eine Annäherung an die Gedanken des Autors.
In seinem Wunschpunsch stehen – erkennbar schon an den Figuren der Geschichte wie der “Geldhexe” – wirtschaftliche Themen und insbesondere Geldschöpfungsfragen im Hintergrund. Da wird der Wettlauf gegen die Stunden im Märchen zur Metapher für unseren Umgang mit der Zeit, die ja bekanntlich Geld ist. Gleichzeitig wird die bevorstehende Geisterstunde zum entscheidenden Umbruchsmoment, einer Einladung zur Veränderung.

Der Wunschpunsch-Salon beleuchtet auf poetische Weise die ökonomischen, sozialen und ökologischen Fragestellungen, die Michael Ende in seinen Erzählungen Wunschpunsch und Momo verwoben hat. Er verbindet szenische Lesung, Theater- und Musik-Improvisation, journalistische und dokumentarische Medien mit bisher teilweise unveröffentlichten Gesprächen mit Michael Ende zu einem überraschenden Mosaik zwischen Märchen und Realität.

Mit Mit Vera Flück, Claudius Körber, Hans Kremer, Friederike Wagner.
Künstlerische Leitung Oliver Sachs und Lisa Oehler, in Zusammenarbeit mit Christina Rast, Regisseurin der Wunschpunsch-Inszenierung am Schauspielhaus Zürich.
In Kooperation mit dem Money-Museum Zürich.

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